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Leonhardifahrt

Am 6.November eines jeden Jahres ist der festliche Höhepunkt des bayrischen Herrgotts - St. Leonhard. Ursprünglich Patron der Gefangenen und einer der 14 Nothelfer. Sein Grab wurde zum Walfahrtsort. Zetrum der Verehrung ist der Ort Inchenhofen. Er trat für Gefangene ein, sprach für diese Fürbitten und viele sind dadurch, der Überlieferung zufolge, in Freiheit gekommen. 1184 wurde in Kreuth die erste Leonhardikirche des altbayrischen Raumes gegründet. Leonhard wurden wegen seiner ihm nachgesagten Heiligkeit und Weisheit viele kirchliche Ämter angeboten, die er jedoch stets ablehnte.

Für die Rettung der Königin erhielt Leonhard von König Chlodowig ein Waldstück geschenkt, worauf er das Kloster Noblat erbaute. Dies befindet sich bei Limoges.

Das Sterbedatum Leonhards ist nicht genau bekannt. Es wird jedoch vom 6. 11. 559 ausgegangen. Seine Ruhestätte ist sein Kloster.

Von zahllosen Pilgern, die zum Kloster kamen, wurden Dankgeschenke aus dem seinerzeit kostbaren Eisen gebracht. Vor allem Ketten, die als Symbol für die Gefangenschaft und des Patrons standen. Ein Schmied goß aus diesem Eisen den sogenannten Leon hardsnagel, der 90 cm hoch und 20 cm breit ist. Er wiegt 125 Kilogramm. Bilder und Figuren, die St. Leonhard abbilden zeigen ihn stets mit Ketten.

Die Verehrung des Leonhard als Schutzherr der Gefangenen hatte viele Jahre bestand. Wenige wissen jedoch nur, daß St. Leonhard auch Schutzherr der Geisteskranken war. Dies belegt deutlich ein Deckenfresko in der Pfarrkirche von Inchenhofen. Heutzutage ist Leonhard als Patron des Viehs, insbesondere der Pferde geschätzt und verehrt. Deshalb wird heute der Brauch gepflegt, zu seinem Namenstag (6. November), mit Pferden zu einer Leonhardikapelle zu ziehen. Bis ins Jahr 1469 läßt sich dieses Brauchtum in der Gemeinde Kreuth zurückverfolgen.

Ähnliche Pferdefahrten entstanden in anderen Dörfern, wie Fischhausen am Schliersee, Nußdorf, Fürstenfeldbruck, Benediktbeuren und anderen. In Bad Tölz wird die wohl schönste Leonhardifahrt stattfinden. Dort ziehen die ca. 80 Vierergespanne über die Marktatraße zum Kalvarienberg hinauf. Dort angekommen liest der örtliche Geistliche vor der Leonhardikapelle eine Messe zu Ehren des Patrons. Anschließend werden Pferde und Reiter gesegnet.

Nach der Messe wird in den Wirtshäusern der Städte und Gemeinden der Patron noch ordentlich gefeiert.

 

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